Spurensuche zum ehemaligen Marine-Nachschublager Bleckede 1916 bis 1945

Luftbild Oelhof Bleckede Apr. 1945

Gebäude Nr. 57

Pumpenhaus und Wasserwerk

Das Gebäude Nr.57 ist, neben dem Lagerschuppen Nr. 49,  wahrscheinlich das älteste, noch vollständig erhaltene Gebäude im Ölhof in Bleckede. Erbaut wurde das Pumpenhaus im Jahre 1917/18.  Zu Beginn wurde von hier aus die Löschwasserversorgung für den Ölhof sichergestellt.

Bild 1: Lageskizze Wasserwerk Nr. 57      Weitere Gebäude in der Skizze sind:

      Nr. 49 Lagerschuppen I

     Nr. 50 Wohnbaracke

     Nr. 51 Wohnbaracke

     Nr. 52 und Nr. 53  Rohr-Lagerschuppen I und II

     Nr. 54 Lagerschuppen II

     Nr. 55 Schmiede, Tischlerei und Waschhaus

     Nr. 56 Feuerwache

Bild 1: Lageskizze Nr. 57,  Pumpenhaus                                   Die Tank-Gruppe II                                   

                                                                                         

 

 Bild 2: Ausschnitt aus der Bauzeichnung des Kaiselichen Marinebauamtes zu Oldenburg vom 24.Februar 1918; Quelle: Landkreis Lueneburg, Archiv, 703,12.      Bild 3: Ausschnitt aus der Bauzeichnung des Kaiselichen Marinebauamtes zu Oldenburg vom 24.Februar 1918; Quelle: Landkreis Lueneburg, Archiv, 703,12.

Bild 2 und 3: Ausschnitt aus der Bauzeichnung des Kaiselichen Marinebauamtes zu Oldenburg vom 24.Februar 1918;
Quelle: Landkreis Lüneburg, Archiv, 703,12

Es waren zwei Pumpen installiert, die aus Tiefbrunnen Wasser förderten. Den Brunnen fehlte allerdings die erforderliche Deckschicht, daher waren sie für die steigenden Ansprüche der Wasserversorgung (Trinkwasserqualität) ungeeignet. Die Wasserförderleistung reichte dann 1936 nicht mehr aus.
An der südostlichen Seite der Tankgruppe IV entstand eine weitere Station mit zwei Pumpen, die unterirdisch angelegt wurde. Insgesamt bestanden im Ölhof 15 Tiefbrunnen.

Bild 4: Rostige Ueberreste eines Hydranten in der Naehe von Tank Nr. 12, 2005      Bild 5: Bei Bauarbeiten zu einem Fahrradweg kam 2015 ein Stueck der ehemaligen Wasserleitung wieder ans T5ageslicht.

Bild 4: Rostige Ueberreste eines Hydranten in der Nähe von Tank Nr. 12, 2005
Bild 5: Bei Bauarbeiten zu einem Fahrradweg kam 2015 ein Stück Stahlrohr wieder ans Tageslicht.

Dieser Hydrant ist ein letztes Relikt der Löschwasserverteilung. Ein Netz aus Stahlrohren durchzog das gesamte Gelände.
Da das Wasser im Ölhof sehr eisenhaltig ist, wurden zwei große Filteranlagen gebaut und wechselseitig betrieben. Eine Anlage befand sich im Wasserwerk (Gebäude Nr. 57). Die andere befand sich auf dem Gelände der heutigen Diensthundeschule Zoll/BGS.
Nach der Demontage blieb das Gebäude Nr. 57 erhalten und wurde als Wasserwerk für das Krankenhaus genutzt.  Nach 1948 wurden noch weitere Anlieger an die Wasserversorgung im Krankenhaus angeschlossen.
Das Wasserwerk arbeitete bis 1985. Von da ab wurde die Wasserversorgung durch den Wasserbeschaffungsverband Elbmarsch sichergestellt.

Bild 6: ehemaliges Wasserwerk, Ostseite, 2005

Bild 6: ehemaliges Wasserwerk, Ostseite, 2005

Bild 7: ehemaliges Wasserwerk, 2005

Bild 7: ehemaliges Wasserwerk, 2005

Das Gebäude diente zwischenzeitlich als Werkstatt des Bauhofes der Stadt Bleckede. Heute befindet sich das ehemalige Wasserwerk in Privatbesitz und wird zu einem Wohnhaus umgebaut.


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