Spurensuche zum ehemaligen Marine-Nachschublager Bleckede 1916 bis 1945

Luftbild Oelhof Bleckede Apr. 1945

Gebäude Nr. 55

Ehemalige Schmiede, Tischlerei und Waschhaus

Das Gebäude Nr.55 wurde 1935/36 erbaut und war ursprünglich Wohnunterkunft für Arbeiter im Oelhof. Gleichzeitig diente es als Reparaturwerkstatt (Schmiede bzw. Tischlerei) für das Marine-Nachschublager. Später entstand hier in der Nähe die Tank-Gruppe II.

Neben dem Haus befindet sich ein kleines Nebengebäude. Hier war ein großer Waschkessel eingebaut, der mit Holz befeuert werden konnte. In dieser "Waschküche" soll die Arbeitskleidung der Ölarbeiter gewaschen worden sein. Durch Rohöl oder Steikohlenteer-Öl verschmutzte Kleidung ist heutzutage auch für moderne Reinigungsverfahren eine Herausforderung. Damals vermutlich reine Schwerstarbeit.

Bild 1: Lageskizze Gebaeude Nr. 55      Weitere Gebäude in dieser Skizze sind: 

      Nr. 49 Lagerschuppen I

     Nr. 50 Wohnbaracke

     Nr. 51 Wohnbaracke

     Nr. 52 Rohr-Lagerschuppen I

     Nr. 53 Rohr-Lagerschuppen II

     Nr. 54 Lagerschuppen II

     Nr. 56 Feuerwache

Bild 1: Lageskizze, Gebäude Nr. 55                                          Nr. 57 Pumpenhaus, Wasserwerk

                                                                                                          Die Tank-Gruppe II

Auf einem Luftbild vom April 1945 kann man sehr gut alle Lagerschuppen für Baummaterial und die Werkstatt im Ölhof erkennen. Hier entstand eine Gruppe von Gebäuden, die zum Bau und der Reparatur der großen Anlage unbedingt erforderlich waren.

Bild 2: Standort Gebaeude Nr. 55

Bild 2: Standort Gebäude Nr. 55, Luftbild vom April 1945, Ausschnitt

1948 wurde das Haus zu einem Wohnhaus mit zwei Wohnungen umgebaut. Das Haus wurde vom Bundesvermögensamt Soltau verwaltet. Hinweise auf den ursprünglichen Bauzustand sind nur auf Zeichnungen erhalten.

Bild 3: Gebaeude Nr. 55, Zeichnung 1950

Bild 3: Gebäude Nr. 55 Zeichnung von 1950, Bundesvermögensamt Soltau

Seit 1999 ist das Gebäude in Privatbesitz.

Bild 4: Gebaeude Nr. 55, Nov. 1990  Bild 5: Gebaeude Nr. 55, aufgenommen 2005

Bild 4: Gebäude Nr. 55, aufgenommen Nov. 1990 und Bild 5: aufgenommen 2005

An diesem Gebäude selbst gibt es noch zahlreiche Spuren, die auf die früheren Nutzungen hinweisen. Auf dem Grundstück wurden bei der Gartenarbeit immer wieder Metallteile gefunden, die an die Nutzung als Schmiede erinnern. Siehe hierzu auch: Fundstücke

Bild 6: ehemaliger Seiteneingang, aufgenommen 2005  Bild 7: Isolatoren auf der Gebaeude-Rueckseite

Bild 6: ehemaliger Seiteneingang und Bild 7: Isolatoren auf der Rückseite des Gebäudes

Die Stromversorgung im Ölhof erfolgte ab dem Transformatorenhaus im Ölhof über Erdkabel. Ob die abgebildeten Isolatoren der Stromversorgung für Nebengebäude oder für Fernmeldeleitungen dienten, bleibt fraglich.


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