Spurensuche zum ehemaligen Marine-Nachschublager Bleckede 1916 bis 1945

Luftbild Oelhof Bleckede Apr. 1945

Trafostationen

Für die Versorgung mit elektrischer Energie wurde 1918 eine Überlandleitung geplant. Ausgangspunkt dieser Leitung war das bestehende Netz der Überlandversorgung aus dem Bereich Lüneburg. Der Anschluss sollte in Thomasburg erfolgen. Von dort sollte eine Überlandleitung über Breetze zu den geplanten Ölbehältern in Bleckede verlaufen. Diese Leitung wurde nie gebaut.

 

Plan der Überlandleitung von 1918

Bild 1: Bearbeitete Kopie der Planskizze der Überlandleitung über Breetzte zum Marinegelände 1918, Quelle: Hann. 180 Lüneburg Acc. 3/015 Nr. 248.

Im Lageplan von 1917 ist der Verlauf der Starkstromleitung zum Öllager aus Richtung Süden kommend, entlang der Straße nach Dahlenburg eingezeichnet. Nach diesem Plan sollte die Leitung an einem Transformatorenhaus in der Nähe des ehemaligen Wasserwerkes (Gebäude Nr. 57) enden.

 

Bild 2: Ausschnitt aus dem Lageplan von 1917

 Bild 2: Geplante Stomleitung am Öllager, Auszug aus dem Lageplan von 1917, Hann. 180, Lüneburg Acc. 3/015 Nr. 248.

Die Verladeanlage am Hafen erhielt ihre elektrische Energie wahrscheinlich schon von 1918 an über das Kraftwerk Bleckede. Von der Trafostation am Hafen führte dann eine Leitung in den Ölhof. Hintergrund dieser Entscheidung war vermutlich die Tatsache, dass im Kraftwerk Bleckede ab 1914 Dampfmaschinen zur hinreichenden Stromerzeugung installiert waren, sodass auf die Energieübertragung durch lange  Überlandleitungen (Gelegenheit zur Sabotage?) verzichtet wurde.
(s. dazu auch: 100 Jahre Kraftwerk Bleckede - Ludolf Stamer GmbH, Chronik eines Familienunternehmens, Bleckede 2003)

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