Spurensuche zum ehemaligen Marine-Nachschublager Bleckede 1916 bis 1945

Verlauf der Oelleitung

Gebäude Nr. 75

Pumpenbunker 2 am Hafen

Bei dem Gebäude Nr. 75 handelt es sich um den zweiten Pumpenbunker der Verladeanlage am Hafen in Bleckede. Dieser Bunker wurde ca. 1936 gebaut. Der Bunker befindet sich ca. 100m südöstlich neben dem Wohnhaus Nr. 74 (Trafostation).

Bild 1: Lageskizze der Bunker fuer die Pumpen am Hafen  

 

      Weitere Gebäude in dieser Skizze sind:

      Nr. 73 Pumpenbunker 1

     Nr. 74 Trafogebäude

 

Bild 1: Lageskizze der Oelanlage am Hafen Bleckede

Der Pumpenbunker diente der Verladung von Treibstoffen. Neben dem Transport mit der Eisenbahn, bildete die Elbe mit Binnenschiffen und Ölprahme den zweiten Verkehrsweg für den Ölhof.

Bild 2: Bunker (Gebaeude Nr. 75) fuer die Pumpenanlagen direkt am Hafenbecken

Bild 2: Bunker für die Pumpenanlagen direkt am Hafenbecken

Der Fußboden im Bunker wurde mit Sand aufgefüllt. Die ursprüngliche Raumhöhe betrug 3,80m.

Bild 3: Rohrdurchbrueche in Richtung Hafenbecken

Bild 3: Rohrdurchbrüche in Richtung Hafenbecken

An der Wand in Richtung Hafenbecken befinden sich drei Rohrdurchbrüche. Ein Durchbruch befindet sich fast ganz in der Raumecke und liegt ca. 40cm höher als die anderen beiden. Auf der Außenseite des Bunkers sind von den Rohrdurchbrüchen keine Spuren zu erkennen, da ab 1960 erhebliche Mengen Abraum die Böschung hinunter ins Hafenbecken gekippt wurden. Zwei weitere Rohrdurchbrüche liegen in der Wand und weisen in Richtung der Trafostation (Gebäude Nr. 74) bzw. zum Pumpenbunker I (Gebäude Nr. 73)

Bild 4: Rohrdurchbrueche in Richtung Trafogebaeude

Bild 4: Rohrdurchbrüche in Richtung Trafo-Gebäude (Nr. 74)

Über die Durchführung und die Häufigkeit der Verladevorgänge an den Pumpanlagen im Hafen Bleckede besteht Unklarheit. Genaue Zahlen zur hier umgeschlagenen Ölmenge sind bisher nicht bekannt. Weiterhin muß Schweröl aufgrund seiner Zähigkeit vor dem Pumpvorgang erwärmt werden. Bisher konnten keine Spuren, die auf eine Kesselanlage am Hafen hindeuten, gefunden werden. Ebenso existieren keine Berichte von Zeitzeugen über die Verwendung von Barkassen mit Heizkesseln. (ähnlich bei den WIFO-Tanklagern in Hitzacker). Eine der beiden Ölleitungen, die von hier aus in das ca. 1,2 Km entfernte Tanklager führten, soll mit einer Spiralleitung umwickelt gewesen sein, durch welche Dampf geleitet wurde (vermutlich aus einem Kesselhaus im Öllager). Der einzige Hinweis auf einen Tankvorgang an diesem Bunker ist durch die Einblendung der Lageskizze in ein Luftbild entstanden. Das Luftbild stammt vom April 1945, wenige Tage vor dem Ende des Marinenachschublagers Ölhof Bleckede.

Bild 5: Einblendung Lagezkizze, Schiff vor dem Bunker, Apr. 1945

 Bild 5: Einblendung Lagezkizze, Schiff vor dem Bunker, Apr. 1945

 


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