Spurensuche zum ehemaligen Marine-Nachschublager Bleckede 1916 bis 1945

Tank-Gruppe V,  Luftbild Bleckede 29. Oct. 1944

Tank-Gruppe V

Nach der Gebäudeliste von 1950 vom Staatshochbauamt Lüneburg, trägt die Behältergruppe V die Nummern 23 bis 28.

Die Behältergruppe V wurde vermutlich 1940 nach dem Konstruktionsprinzip der Gruppe III errichtet. Sie bestand aus sechs Rundbehältern mit innenliegenden Stahlbehältern, die durch einen zentral gelegenen Rohrkanal miteinander verbunden waren.
Westlich der Behälter 27 und 28 befanden sich zur Lagerung von Schmieröl und Petroleum insgesamt 19 Stahlbehälter von je 100 m³ (Nr. 37). Diese Behälter wurden nach 1944 in die Tank-Gruppe eingebaut (vergl. Bilder 2 und 3). Neben einer westlich gelegenen Bahnverladestation (Nr. 64) stand ein Pumpenhaus (Nr. 39) welches zur Be- und Entladung der Kesselwagen diente.
Ein direkt vor der Anlage gelegenes Kesselhaus (Nr. 39) ermöglichte die Versorgung der Behälter mit Dampf  damit die "Schwer-Öle" verflüssigt werden konnten.
Die Sprengung der Behältergruppe V erfolgt 1948. Zu den durchdeführten Sprengungen sind unter der Rubrik "weitere Berichte" verschiedene "Presseberichte" abgelegt. Eine abschliessende Enttrümmerung und Verfüllung der Trümmerfläche wurde 1968 durch die Fa. Höltge, Lüneburg durchgeführt.


Bild 1: Lageskizze der Tank-Gruppe V

     Weitere Gebäude in dieser Skizze:

      Nr. 36 Hallenfundamente (geplante Unterverlagerung)

     Nr. 37 Stahltanks für dünnflüssige Stoffe

     Nr. 38 Kesselhaus der Gruppe V

     Nr. 39 Pumpenhaus der Gruppe V

     Nr. 40 Lokschuppen II

     Nr. 41 Öl-Abfüllanlage

     Nr. 64 Bahnverladeanlage II

 

 

Bild 1: Lagezkizze Tank-Gruppe V

 

Bild 2: Tank-Gruppe V,  Luftbild 29. Oktober 1944, Eisenbahnwagen auf dem Abstellgleis (gelber Pfeil)

Bild 2: Tank-Gruppe V,  Luftbild 29. Oktober 1944,  Eisenbahnwagen auf dem Abstellgleis (gelber Pfeil)

Das zweite Luftbild vom April 1945 vermittelt durch den gleichmässigen Bewuchs (gepflanzte Bäume, Gras, Unkraut) einen ruhigeren, aufgeräumteren Eindruck. Zwischen den Gebäuden 37 und 38 liegen Stahltanks noch unverbunkert im Sand.

 Bild 3: Tank-Gruppe V, Luftbild 7. April 1945

 Bild 3: Tank-Gruppe V, Luftbild 7. April 1945, Stahltanks scheinen nur leicht bedeckt (Pfeil)

Nach den Sprengungen von 1948 wurden die Trümmerfelder als Spender für Baumaterial teilweise leergeräumt. Auf dem nachfolgenden Foto, das den Tank Nr. 23 ca. 1960 von der Breetzer Str. aus zeigt, sind fast alle Betonteile abtransportiert.

Bild 4: ehemalige Tank-Gruppe V, Tank Nr. 23 aufgenommen 1960

Bild 4: ehemalige Tank-Gruppe V, Tank Nr. 23 aufgenommen 1960

Heute ist nicht nur Gras über die planierten Trümmer der Gruppe V gewachsen. Nur leichte Hügel deuten die ehemalige Lage dieser Tank-Gruppe an.

Bild 5: ehemalige Tank-Gruppe V, aufgenommen 2005

Bild 5: ehemalige Tank-Gruppe V, aufgenommen 2005

 

 


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