Spurensuche zum ehemaligen Marine-Nachschublager Bleckede 1916 bis 1945

Luftbild Oelhof Bleckede Apr. 1945

Spezialtanks

Gebäude Nr. 37 und Gebäude Nr. 12

Neben den grossen Tankanlagen bestanden im Ölhof Bleckede Tankanlagen, die als Lager zur Aufnahme geringerer Mengen von Fetten Spezialölen und dünnflüssigen Stoffen geeignet waren. Bisher fanden sich Beweise für die Existenz dieser Kleintanks nur in einem Fall. Es steht aber zu vermuten, dass in mindestens noch einem weiteren Gebäude kleinere Tankbehälter eingebaut waren bzw. Lagerraum für Fässer bestand.

10 Stahltanks á 100 m³ Inhalt

An der westlichen Seite der Tank-Gruppe V wurden ca. 1944 Stahltanks nachträglich installiert. Diese Tanks erhielten 1950 von Staatshochbauamt Lüneburg die Gebäudenummer 37.

Bild 1: Planskizze Tank-Gruppe V

     

      Weitere Gebäude in dieser Skizze:

      Nr. 36 Hallenfundamente (geplante Unterverlagerung)

     Nr. 37 Stahltanks für dünnflüssige Stoffe

     Nr. 38 Kesselhaus der Gruppe V

     Nr. 39 Pumpenhaus der Gruppe V

     Nr. 40 Lokschuppen II

     Nr. 41 Öl-Abfüllanlage

     Nr. 64 Bahnverladeanlage II

 

Bild 1:  Lageskizze der Tank-Gruppe V

 

Auf dem nachfolgenden Luftbild von 1944 ist in der Tank-Gruppe V, im Bereich des Gebäudes Nr. 37  eine Ausschachtung abgebildet, in die die Tanks hineingebaut wurden.

Bild 2: Tank-Gruppe V, Luftbild 29. Oktober 1944

Bild 2: Tank-Gruppe V,  Luftbild 29. Oktober 1944,  Eisenbahnwaggons  (gelber Pfeil)

Auf den nachfolgenden Luftbild von 1945 sind die Tanks bereits eingebaut. Auf der südlichen Gebäudeseite wurde begonnen die Tanks unter Stahlbeton zu verbunkern. Unklar ist, ob die Tanks vorher "überdeckt" oder mit einer anderen Baumaßnahme "getarnt" waren. 

Bild 3: Luftbild 7. Apr. 1945, eingebaute Stahltanks

Bild 3: Luftbild 7. Apr. 1945, eingebaute Stahltanks

Nach dem Krieg wurden auf Anordnung der britischen Militärregierung die Anlagen und Tanks demontiert. Die Stahltanks aus der Tank-Gruppe V wurden ausgebaut und an die Deutsche Shell AG nach Hamburg geliefert. Nachfolgend Quittung und Materialliste von 1947. Aus der Materialliste geht hervor, dass zehn (10) Stahltanks mit einen Durchmesser von 2,8 m und eine Länge von 16 m ausgebaut wurden.

Bild 4: Quittung über die Lieferung von Stahltanks   Bild 5: brit. Materialliste ueber ausgebautes Material im Oelhof Bleckede 1947

Bild 4: Quittung über die Lieferung von Stahltanks              Bild 5: brit. Materialliste über ausgebautes Material im Oelhof Bleckede 1947

Zurück blieben die Betonfundamente die 1948 gesprengt wurden. Auf einem Luftbild von 1960 ist die ehemalige Lage der Stahltanks abgebildet. Streifenförmige Strukturen weisen auf die ehemalige Lage der Tanks hin.
 

Bild 6: Luftbild 1960, Truemmer der Anlage, ausgebaute Stahltanks

Bild 6: Truemmer der Anlage, ausgebaute Stahltanks, Mrz. 1960, Quelle: Fa. Hansa Luftbild GmbH, 2/498.

Die Strukturen auf dem Luftbild der Trümmer (1960), die durch die Stahltanks hervor gerufen wurden, lassen auch bei dem Gebäude Nr. 12, in der Tank-Gruppe II,  zumindest den Verdacht zu, dass dort kleinere Tanks in einem grossen Bunker eingebaut waren.

Bild 7: Lageskizze Gebäude Nr.12

 

     Weitere Gebäude in dieser Skizze:

       Nr. 43  Kesselhaus

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild 7: Lageskizze Gebäude Nr.12

 

Auf dem Luftbild von 1944 ist das getarnte Gebäude Nr. 12 am Verlauf der Böschung  zu erkennen.

Bild 8: Lutbild 29. Okt 1944, Gebaeude Nr.12 (Pfeil)

Bild 8: Lutbild 29. Okt 1944, Gebäude Nr.12

Auf dem Luftbild von 1960 sind Trümmerspuren im Gebäude Nr. 12 abgebildet, die auf den möglichen Einbau kleinerer Tanks hindeuten.

Bild 9: Truemmerspuren (Pfeil) im ehemaligen Gebaeude Nr. 12

 Bild 9: Mrz. 1960, Quelle: Fa. Hansa Luftbild GmbH, 2/498.

 

 

 


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