Die Anlage

Unter dieser Rubrik wird der jeweilige Sachstand unserer Spurensuche in einer Zusammenfassung wiedergegeben.

Berichte zur Anlage, in verschiedenen Zeitabschnitten, sind auf mehren Seiten verteilt. Die einzelnen Abschnitte sind über die dargestellten Menuepunkte zu erreichen. Alle Quellenangaben auf diesen Seiten sind in Fussnoten kursiv dargestellt.

 

Lagezkizze Oelhof Bleckede 1944/45

Skizze von Lothar Kasper nach Unterlagen aus dem Stadtarchiv Bleckede 1995

 

Das ehemalige Öllager  in Bleckede war ein Tanklager der Kriegsmarine. Baubeginn dieser Anlage war 1917. Neben dem Öl-Lager in Bleckede existierte ab 1918 ein weiteres Öl-Lager in Achim an der Weser. Beide zusammen waren die ersten Marine-Öllager im deutschen Reich. Der Begriff "Ölhof", als Bezeichnung für die Öllager ist eine Wortschöpfung der Kriegsmarine und fand erst ab 1935 Verwendung. (vergl. auch, Zieb, Paul; Logistische Probleme der Kriegsmarine, Nackargemünd 1961, S. 105)

In Bleckede waren neben Schweröl auch andere Stoffe, wie z.B. Gasöl (Diesel) Braunkohlenteeröl, Steinkohlenteeröl, Dekalin und Alkohl eingelagert [1]. Zum Tanklager gehörte eine Verladeanlage am Hafen in Bleckede, die durch eine unterirdische Rohrleitung mit dem Ölhof verbunden war.


 

[1] Herr Johannes Werding (stellv. Technischer Leiter Ölhof Bleckede 1940-42), Tonbandprotokoll 1988, aufgenommen von Herrn Walter Neumann, Stadtarchiv Bleckede